Sie befinden sich hier: / Unterricht / Lesen, Sehen, Hören
Lesen, Sehen, Hören
Lesen, Sehen, Hören - Archiv
Lesen, Sehen, Hören
|
|
Wer Lese- und Schreibförderung
als zentrale Aufgabe der
Schulentwicklung betrachtet,
kommt am Projekt „Scriptorium“
nicht vorbei. Eine Broschüre mit
DVD hilft beim Einstieg.
„Scriptorium“ – ursprünglich der Name mittelalterlicher Schreib stuben – steht für ein europäisches elektronisch gestütztes
Fortbildungsangebot und Netzwerk zur Förderung von Lese- und Schreibkompetenz, das in dieser Form einzigartig ist.
Ziel des Projekts ist es, Lese- und Schreibförderung als Aufgabe aller Fächer in der Schulentwicklung professionell zu etablieren
und damit im Sinne eines ganzheitlichen Bildungsansatzes die Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen zu unterstützen sowie ihnen „die Integration in das Berufsleben in den europäischen Ländern“ zu erleichtern.
Das Projekt, 2005–2008 als Baustein des europäischen „Comenius-Programms“ aus Mitteln der EU finanziert, ist heute selbstständig.
Unter Leitung von Dr. GERD BRÄUER ist ein umfassendes europaweites Lehrerweiterbildungsprogramm zur schulischen Lese- und Schreibförderung entstanden, das Lehrerinnen und Lehrer effektiv bei der Förderung von Lese- und Schreibkompetenz in ihren jeweiligen Schulen unterstützt und ihnen eine elektronische Plattform bietet, sich mit anderen Interessierten europaweit über Fragen und Projekte der Lese- und Schreibpädagogik auszutauschen. Dabei ist die Vilefalt des kostenfreien elektronischen Lernund
Kommunikationsraums kaum zu übertreffen. Das gilt sowohl für die zahlreichen Arbeitsanregungen als auch für die Möglichkeiten
des kommunikativen Austausches und der im wahrsten Sinne des Wortes grenzüberschreitenden Arbeit an einem Lese- oder Schreibprojekt.
Die zweisprachig verfasste Broschüre (Englisch/Deutsch) stellt in knapper, sehr gut verständlicher Form das Projekt, seine Ziele und Arbeitsbereiche vor, gibt erste anschauliche Hinweise zur Arbeit mit der DVD bzw. der Lernplattform und führt in das sogenannte E-Learning ein. Darüber hinaus enthält die Broschüre zwei aufeinander abgestimmte Grundlagentexte zu den Bereichen „Schreiben“ und „Lesen“ sowie ein Glossar zu Fachbegriffen der gegenwärtigen Schreib und Leseforschung.
Auf diese Weise erhalten die Nutzer
ein Grundlagenwissen, das die
Arbeit mit den einzelnen thematischen
Bausteinen des Projekts
erleichtert.
Die der Broschüre beiliegende
DVD hat drei inhaltliche
Schwerpunkte:
- Sie informiert in knapper Form über das „Scriptorium“- Projekt, die Fortbildungsangebote und die Arbeit auf der Lernplattform.
- Sie ermöglicht einen anschaulichen Einblick in die Arbeit von schulischen Schreiblesezentren, deren Aufbau an einzelnen Schulen einen wichtigen Bestandteil des Projekts ausmachte.
- Sie stellt die E-Learning- Kursmodule des Projekts vor (Textfeedback, Lesegeläufigkeit, Schulentwicklung, Analyse fremdsprachigen Schreibhandelns, Lesetagebuch, von der Zusammenfassung zum eigenen Text, Log im Praktikum) und gibt den Nutzern umfangreiches Beispielmaterial in Form von Infos, Modellbeispielen, Arbeitsblättern und Anregungen an die Hand. Dieses Material erweist sich als wahre Fundgrube. Die Word- Dokumente können bearbeitet und passgenau zugeschnitten werden.
Ein Leitgedanke des Projekts ist es, das Netzwerk zur Förderung von Lese- und Schreibkompetenz nicht nur passiv zu nutzen, sondern gemeinsam mit anderen Interessierten im kommunikativen Austausch aktiv an der Weiterentwicklung von Leseund Schreibförderung im schulischen Umfeld mitzuarbeiten.
|
|
Literaturtheorien und die
Mode haben eine gemeinsame
Eigenschaft: Sie hören niemals
auf, sondern sie wechseln nur.
Das 20. Jahrhundert war, so
ULRICH SCHMID, der Herausgeber
der vorliegenden Einführung,
eines der Literaturtheorien. Dass
Literaturtheorie als reine Texttheorie,
um im Bild zu bleiben,
aus der Mode ist, kann man, so
SCHMID, mit dem Hinweis erklären,
dass neuere Ansätze kulturwissenschaftlich
und interdisziplinär
ausgerichtet sind. Dieser
Paradigmenwechsel sollte aber
nicht als Unglück, sondern als
Chance verstanden werden.
Denn der Theorie und der Mode
ist ebenso eigen, dass sie niemals
enden.
Die Sammlung stellt die
wichtigsten Literaturtheorien aus
dem so theoriefreudigen letzten
Jahrhundert vor. Im ersten Kapitel
werden „Textimmanente
Ansätze“ (so etwa Formalismus,
Dekonstruktion und Hermeneutik)
erklärt, im zweiten
„Interdiszi plinäre Ansätze“ (wie
marxistische Literaturtheorien,
Diskurstheorie und Psychoanalyse)
erläutert, während die kulturwissenschaftlichen
Theorie-
Entwürfe (u. a. Kultursemiotik,
Gender Studies und Medientheorien)
im dritten Abschnitt
zusammengefasst sind. Zu jeder
Theorie werden auch die wichtigsten
Vertreter genannt. Der
Band zeigt, dass alle literaturwissenschaftliche
Theorie im
20. Jahrhundert nicht grau, sondern
erstaunlich bunt gewesen
ist, wiewohl nicht wenige der
hier aufgezeigten Ansätze wohl
nur mehr aus historischer Sicht
von Interesse sind.
|
|
ULRICH KITTSTEIN nimmt
seine Leser mit auf eine Wanderung
durch die Geschichte der
Naturlyrik.
Beginnend mit dem Barockdichter
ANDREAS GRYPHIUS entfaltet
das Buch „Deutsche Naturlyrik“
in 24 Abschnitten ein breites
Panorama lyrischer Sprechweisen.
Es wird jeweils ein Autor unter die
Lupe genommen und anhand von
Textbeispielen interpretiert. Die
Interpretationen bleiben dicht an
den Gedichttexten, stellen aber
auch Bezüge zur allgemeinen Kultur- und Literaturgeschichte her.
Natur erscheint als Ort einer
Sehnsucht nach allumfassender
Harmonie und dient als Folie für
die Wahrnehmung menschlicher
Ungenügsamkeit. Obwohl der
Naturbegriff heute infolge umfassender
Umwelteingriffe problematisch
geworden ist, finden
Lyriker wie JÜRGEN BECKER oder
DURS GRÜNBEIN Wege, die Tradition
unter geänderten Vorzeichen
fortzuschreiben. Hier, bei
den jüngeren Autoren, bleibt die
Arbeit des Literaturwissenschaftlers
ULRICH KITTSTEIN, die ja
fast vierhundert Jahre Literaturgeschichte
umschließt, verständlicherweise
lückenhaft.
Ein schönes Buch, das echten
Lyrikfreunden seinen hohen
Preis durchaus wert sein könnte.
Die eine oder andere Passage ist
vielleicht auch im Oberstufenunterricht
verwendbar.
|
|
Referate werden in der Schule
gehalten, meistens aber zu Hause
vorbereitet.
Schüler, die dabei Unterstützung
suchen, finden diese in einem
neuen Buch aus der Reihe
„Lernplus“ des Schroedel Verlags.
Alle Schritte von der Themenabgrenzung
über die Materialrecherche
und -aufbereitung bis zur
Umsetzung werden hier praxisnah
erläutert und an Beispielen
veranschaulicht. Dazu kommen
alltagsbezogene Aufgaben und
Tipps zu Themen wie Stressbewältigung
und Verhalten bei Pannen
und technischen Problemen.
Das Buch kann Schülern helfen,
im Bereich der Präsentationskompetenz
entscheidend voran zu
kommen.